Vereinsstatuten

STATUTEN

 

§ l

NAME und SITZ

 

1.)           Der Verein führt den Namen

„Verein Städtefreundschaft CALHETA - DEUTSCH-WAGRAM“

2.)           Er hat seinen Sitz in Deutsch-Wagram.

§ 2

ZWECK

 

l.)            Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn ausgerichtet ist, hat sich zur Aufgabe gestellt, den Kontakt mit der Dritten Welt, im besonderen mit der Republik Kap Verde und zwar mit der Stadt Calheta auf der Insel Santiago zu fördern und zu pflegen.

2.)           Die Förderung und Pflege der Partnerschaft zwischen Calheta und der Stadtgemeinde Deutsch-Wagram erfolgt ohne rechtsverbindliche finanzielle Belastung der Stadtfinanzen  von Deutsch-Wagram.

3.)           Die Förderung und Pflege der Kontakte ist mit dem Ziel direkter Entwicklungshilfe verbunden.

4.)           Die Aufbringung von Hilfsmitteln durch Sachspenden von Einzelpersonen, Firmen, Vereinen, Instituten, Kammern und anderen Hilfswilligen jeder Art.

5.)           Die Aufbringung von Barspenden zur Finanzierung von Hilfsmitteln und Entwicklungsprojekten.

6.)           Die Mittel, die von öffentlichen und privaten Spendern und Subventionsgebern für den Vereinszweck zur Verfügung stehen, optimal zu nutzen, sparsam und vor allem sinn- und wirkungsvoll einzusetzen.

7.)            Die positive Einstellung zur „Dritten Welt" zu fördern und  durch geeignete Mittel zu verbreiten.

8.)           Alle Einnahmen und Sachspenden sind ausschließlich für den in § 2 genannten Zweck aufzuwenden, bzw. zur Verfügung zu stellen. Es ist sicherzustellen, dass die Mittel den Bedürftigen Calhetas zu Gute kommen.

§ 3

MITTEL ZUR ERREICHUNG DES VEREINSZWECKS

 

l.)        Der Vereinszweck soll durch die im §2, Ziff 3, 4 und 5 angeführten ideellen und materiellen Mittel erreicht werden.

a)       Zweckentsprechende Versammlungen und Arbeitssitzungen zur Abwicklung von Hilfsmaßnahmen

b)       Zweckentsprechende Vorträge,  Publikationen,  Pressemeldungen,  Filmvorführungen  und Ähnliches.

2.)          Die erforderlichen materiellen Mittel sollen aufgebracht werden durch:

a)    Beiträge und zweckgebundene Zahlungen der Mitglieder,

b)   Spenden und sonstige Zuwendungen.

 

 

§ 4

MITGLIEDSCHAFT

 

l.)       Die Mitgliedschaft können alle Einzelpersonen und juridische Personen, welche gewillt sind die Armut in der „Dritten Welt“ mit ideellen und materiellen Mitteln zu begegnen und Reichtum einerseits, sowie Armut andererseits nicht als ein von der Natur verordnetes Schicksal betrachten, erwerben. Die Stadtgemeinde Deutsch-Wagram als Initiator dieses Vorhabens ist automatisch Mitglied dieses Vereines. Sie übt ihre Mitgliedschaft durch den jeweils amtierenden Bürgermeister aus. Dieser besitzt dieselben Rechte und Pflichten (§ 8) wie ein Vorstandsmitglied.

2.)         Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. Vor der Konstituierung des Vereines ist ein Proponentenkomitee aufzustellen. Die in diesem Komitee genannten Personen, die ihre  Bereitschaft dazu schriftlich erklärt haben, sind als vorläufige Mitglieder aufgenommen.

3.)              Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod,  freiwilligen Austritt, Ausschluss oder Vereinsauflösung.

4.)              Der freiwillige Austritt erfolgt durch eine schriftliche Erklärung an den Vorstand.

 

 

 

 

5.)                 Bei Schädigung des Vereinsansehens, bei Verstößen gegen Ziel und Zweck des Vereines oder bei Nichterfüllung der finanziellen Verpflichtungen gegenüber dem Verein, kann ein Mitglied mit Beschluss des Vorstandes aus dem Verein ausgeschlossen werden. Das betroffene Mitglied kann bei der Generalversammlung Berufung einlegen. Bis zu deren Entscheidung ruhen die Mitgliedsrechte.

6.)           Wer seine Mitgliedschaft durch Austritt oder Ausschluss verloren hat, hat keinen Anspruch auf Rücker-stattung von geleisteten Beträgen.

 

§ 5

RECHTE UND PFLICHTE DER MITGLIEDER

 

1.)           Die Mitglieder sind berechtigt, an allen Veranstaltungen des Vereines teilzunehmen. Sie haben Beratungs- und Stimmrecht in der Generalversammlung (§ 7) und können im Bedarfsfalle an den Arbeitssitzungen (§ 8. Ziff. 11) teilnehmen.

2.)           Die Mitglieder haben das aktive und das passive Wahlrecht.

3.)           Die Mitglieder sind verpflichtet, die Vereinsstatuen   die  Beschlüsse der Vereinsorgane, sowie die jeweils gültige Geschäftsordnung zu beachten.

 

§ 6

VEREINSORGANE

 

Organe des Vereins sind die Generalversammlung (§ 7), der Vorstand (§ 8 und § 9), das Präsidium (§ 8a und § 9), die Rechnungsprüfer (§ 11) und das Schiedsgericht (§ 12).

§ 7

DIE GENERALVERSAMMLUNG

 

1.)            Die Generalversammlung ist das oberste Organ des Vereines. Sie ist alle zwei Jahre einzuberufen.

2.)           Die Generalversammlung wird vom Vorstand einberufen. Außerordentliche Generalversammlungen haben auf Beschluss des Vorstandes, auf schriftlichen Antrag von mindestens ein Zehntel der Mitglieder, auf Verlangen der Rechnungsprüfer oder als Berufungsinstanz in Streitangelegenheiten stattzufinden

3.)           Zu allen Generalversammlungen sind alle Mitglieder mindestens 14 Tage vor dem Termin schriftlich oder nachweislich mündlich (Nachweisprotokoll) unter Angabe der Tagesordnung einzuladen.

4.)           Anträge zur Generalversammlungen sind mindestens einen Tag vor dem Termin der Generalver-sammlung beim Vorstand einzubringen.

5.)           Gültige Beschlüsse, ausgenommen solche über einen Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung, können nur zur Tagesordnung gefasst werden.

6.)           Bei der Generalversammlung sind alle Mitglieder teilnahme- und antragsberechtigt.

7.)           Die Generalversammlung ist ohne Rücksicht auf  die  Anzahl  der Stimmberechtigten beschlussfähig.

8.)           Wahlen  und  Beschlussfassungen  erfolgen  in  der  Regel  mit  einfacher Mehrheit. Der Beschluss über eine  Vereinsauflösung ist mit 3/4 Mehrheit zu fassen (§ 13).

9.)           Den Vorsitz in der Generalversammlung führt der  Obmann, bei dessen Verhinderung einer seiner beiden Stellvertreter, wenn auch diese verhindert sind, das an Jahren älteste anwesende Vorstandsmitglied.

10.)         Die Generalversammlung hat folgenden Aufgabenbereich:

a.)   Entgegennahme und Genehmigung des  Rechenschaftsberichtes des Obmanns

b.)   Bericht des Kassiers

c.)   Bericht der Rechnungsprüfer und Entlastung des Kassiers

d.)  Wahl  des Vorstandes und der Rechnungsprüfer, sowie des Kassiers- und Schriftführerstellvertreters

e.)   Festsetzung der Höhe des Mitgliedsbeitrages

f.)   Beschlussfassung  über  Statutenänderungen  oder  die freiwillige Auflösung des Vereines

g.)   Beratung und Beschlussfassung über sonstige auf der Tagesordnung stehende Fragen

 

§  8

DER VORSTAND

 

1.)           Der Vorstand besteht aus nicht weniger als 11 und nicht  mehr als  21 Mitgliedern und zwar aus dem Obmann, seinen  beiden  Stellvertretern,  dem Schriftführer, dem Kassier, dem Organisationsreferenten, dem amtierenden Bürgermeister der

Stadtgemeinde Deutsch-Wagram, den Stellvertretern des Schriftführers, des Kassiers und des Organisationsreferenten, sowie den weiteren Vorstandsmitgliedern.

 

2.)           Der  Vorstand,  der von der Generalversammlung gewählt  wird, hat bei Ausscheiden eines gewählten Mitgliedes das Recht, ein anderes Mitglied zu kooptieren.

3.)           Die  Funktionsdauer des Vorstandes beträgt  zwei  Jahre.  Sie währt  jedoch  auf  jeden  Fall  bis  zur Wahl  eines  neuen Vorstandes. Eine Wiederwahl ist möglich.

4.)           Der Vorstand wird vom Obmann oder in dessen Auftrag von einem seiner Stellvertreter schriftlich einberufen.

5.)           Der  Vorstand ist beschlussfähig,  wenn alle seine  Mitglieder eingeladen  wurden und mindestens sieben  Vorstandsmitglieder anwesend sind.

6.)           Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit.

7.)           Den  Vorsitz  führt der Obmann,  auf dessen Wunsch  oder  bei seiner Verhinderung einer seiner beiden Stellvertreter.

8.)           Außer durch Tod und Ablauf der Funktionsperiode erlischt  die Funktion eines einzelnen Vorstandsmit- gliedes oder des  gesamten Vorstandes durch Enthebung durch den Vorstand oder  durch Rücktritt.

9.)           Die  Vorstandsmitglieder können jedoch jederzeit  schriftlich oder mündlich ihren Rücktritt erklären. Die Rücktrittserklärung  ist  an  den Vorstand,  im Falle  des  Rücktrittes  des gesamten Vorstandes an die Generalversammlung zu richten.

10.)         Der Rücktritt bzw. die Enthebung wird erst mit der Wahl bzw. Kooptierung eines Nachfolgers wirksam.

11.)        Der Obmann,  in seiner Vertretung einer seiner beiden Stellvertreter haben das Recht zu den Vorstandssitzungen  auch Fachreferenten  (§ 10) oder andere  Personen,  die  geeignet  sind  im  Sinne der Vereinsziele an  den  Vorstandssitzungen beratend mitzuwirken, einzuladen  (erweiterte Vorstands-sitzungen).  Vorstandssitzungen dienen  der  vereinsinterne Erledigung  von den Vereinszwecken entsp-rechenden  Aufgaben. Sie  sind deshalb keine Versammlungen im Sinn der § 15  bis § 19 des Vereins-gesetzes.

§ 8a

DAS PRÄSIDIUM

 

1.)           Das  Präsidium besteht aus dem Obmann,  seinen beiden  Stellvertretern,  dem Schriftführer, dem Kassier und dem Organisationsreferenten.

2.)           Das  Präsidium wird vom Obmann,  oder in dessen  Auftrag  von einem seiner beiden Stellvertreter    einberufen.

3.)           Das Präsidium ist beschlussfähig,  wenn alle seine  Mitglieder eingeladen wurden und mindestens drei anwesend sind.

4.)           Das Präsidium fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit.

5.)           Den  Vorsitz  des Präsidiums führt  der  Obmann,  auf  dessen Wunsch  oder  bei  seiner Verhinderung   einer  seiner  beiden Stellvertreter.

§  9

AUFGABEN DES VORSTANDES, DES PRÄSIDIUMS

UND DER VORSTANDSMITGLIEDER

l.)            Aufgaben des Vorstandes:  Dem Vorstand obliegt die Leitung des Vereines. Ihm kommen  Aufgaben     zu,  die  nicht  durch  die Statuten einem ändern Vereinsorgan zugewiesen sind.

1.a)         Aufgaben des Präsidiums:  Dem Präsidium obliegt die  Unterstützung  des Obmannes bei der laufenden Vereinsarbeit  zwischen den Vorstandssitzungen.

2.)           Der Obmann vertritt den Verein nach außen und innen. Bei Gefahr im Verzuge ist er mit dem Einverständnis eines weiteren Vorstandsmitgliedes in allen Vereinsangelegenheiten entscheidungs-befugt. Bei Angelegenheiten, die in den Wirkungsbereich der Generalversammlung oder des Vorstandes fallen, bedürfen diese Entscheidungen jedoch der nachträglichen Genehmigung des zuständigen Vereinsorganes.

3.)           Dem Schriftführer obliegt die Führung der Protokolle der Generalversammlung, des Vorstandes und des Präsidiums.

4.)           Der Kassier ist für die ordentliche Geldgebarung des Vereines verantwortlich. Er hat auf Verlangen eines der Obmänner, dem Vorstand diesbezügliche Zwischenberichte vorzulegen.

5.)           Dem Organisationsreferenten obliegt die Unterstützung des Obmannes hinsichtlich:

a.)     der Koordination mit den öffentlichen Subventionsgebern,

b.)     der Herstellung  und Aufrechterhaltung von Verbindungen mit den Kontaktstellen auf den Kapverdischen Inseln, sowie der Kontaktpflege mit den Bezugspersonen, die für die Durchführung der Vorhaben in Calheta maßgebend und nützlich sind.

 

6.)           Wichtige schriftliche Ausfertigungen des Vereines, insbesondere den Verein verpflichtende Urkunden, sind vom Obmann und einem seiner beiden Stellvertreter zu zeichnen. Bei allen Geldangelegenheiten haben der Kassier und ein weiteres Vorstandsmitglied mitzufertigen.

7.)           Im Falle der Verhinderung tritt an die Stelle des Obmannes der von ihm beauftragte Stellvertreter.

 

 

§ 10

FACHREFERENTEN

1.)                 Die Fachreferenten sind für die verschiedenen Hilfsbereiche und Sachgebiete je nach Bedarf und  Angebot beizustellen. Sie werden automatisch Mitglieder des Vereines mit allen Rechten und Pflichten.

2.)                  Die Anzahl der Fachreferenten ist unbeschränkt. Sachgebiete sind beispielsweise:

Die Pflege kultureller und schulischer Kontakte.

Die Beschaffung von einfachen Werkzeugen und Maschinen für die Bereiche von Landwirtschaft und Gewerbe und die Organisation ihres Einsatzes in Calheta.

Die Entsendung von Personen (z.B. Handwerker), die bereit sind im Rahmen von Entwicklungshilfeprojekten vorübergehend in Calheta zu arbeiten.

Die Prüfung und Durchführung  von Hilfsmaßnahmen im Bereich des Gesundheitswesens.

Die Sammlung von Sachspenden (z.B. Kleidersammlungen) und die Gewährleistung für die Ankunft und Verteilung der Mittel in Calheta.

3.)           Sie gehören dem erweiterten Vorstand (§ 8. Ziff. 11) an und haben in diesem Stimmrecht.

 

§ 11

RECHNUNGSPRÜFER

 

1.)                  Die  zwei Rechnungsprüfer,  die nicht dem Vorstand  angehören dürfen,  werden von der Generalver-sammlung auf die Dauer  von zwei Jahren gewählt. Die Wiederwahl ist möglich.

2.)                 Den Rechnungsprüfern obliegt die laufende  Geschäftskontrolle und  die Überprüfung des Rechnungs- abschlusses. Sie haben  in  der Generalversammlung zu berichten.

3.)                  Im übrigen gelten für die Rechnungsprüfer  die  Bestimmungen des § 8, Ziff. 3.), 8.) und 9.)  sinngemäß.

 

§ 12

DAS SCHIEDSGERICHT

 

1.)                 In allen aus den Vereinsverhältnissen entstehenden  Streitigkeiten entscheidet das Schiedsgericht, wobei auf eine gütliche Regelung hinzuwirken ist.

2.)                 Das  Schiedsgericht  setzt sich aus  fünf  Vereinsmitgliedern zusammen.  Es  wird  derart gebildet,  dass

jeder  Streitteil innerhalb  von 8 Tagen nach Aufforderung durch den Vorstand zwei Mitglieder   namhaft  macht.  Diese wählen mit Stimmenmehrheit  einen  Vorsitzenden  des  Schiedsgerichtes.  Kommt  ein Streitteil  dieser  Aufforderung  nicht  nach,   werden   die Schiedsrichter  für ihn vom Vorstand (falls dieser am  Streit beteiligt,  vom  ältesten nicht beteiligten  Vereinsmitglied) gewählt. Kommt die Einstimmigkeit nicht zustande, entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los.

3.)              Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidung mit  zweidrittel  Mehrheit. Es entscheidet nach bestem      Wissen und Gewissen.

 

§ 13

AUFLÖSUNG DES VEREINES

 

1.)                 Die  freiwillige Auflösung des Vereines kann nur in einer zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen  Generalversammlung beschlossen werden.

2.)                 Die Generalversammlung hat sofern die Auflösung beschlossen wurde, über die Liquidation des Vereinsvermögens zu beschließen und ein eventuell verbleibendes Vereinsvermögen  gemeinnützigen  und mildtätigen Zwecken im Sinne des § 2 zuzuführen.